Der Traditionelle Olivenanbau: biologisch und nachhaltig

Das wertvolle Perle Noire Olivenöl stammt aus einem jahrhundertealten Olivenhain, der sich seit 1880 im Besitz der gleichen Familie befindet. Dieser Olivenhain besteht ausschließlich aus Olivenbäumen der Sorte Chemlali und wird seit jeher nach der alten tunesischen Tradition angebaut.

Heute wird der Familienbetrieb durch Madame Faiza Gargouri in der 4. Generation geführt und ist seit Februar 2006 durch die unabhängige internationale Organisation ECOCERT biozertifiziert.

Alter Chemlali Olivenbaum in TunesienDie alte Olivensorte Chemlali: klein und widerstandsfähig

Die alten Tunesier wählten aus gutem Grund den Chemlali Olivenbaum für den Anbau in den Ausläufern der Sahara. Seine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze und Schädlingen machte den Chemlali Olivenbaum zu einer der beliebtesten Sorten seit Jahrhunderten. Weder gab es damals chemische Hilfsmittel noch künstliche Bewässerung, daher konnten nur die Olivensorten angebaut werden, die ein natürliche Resistenz gegen Schädlinge hatten und mit dem auskamen was der karge Boden hergab.

Der Chemlali Olivenbaum hat ein weitverzweigtes Wurzelwerk, das sich in einer Tiefe von bis zu 6 m Wasser und Nährstoffe erschließt. Durch seine ausladenden Äste sorgt der Chemlali Olivenbaum für die optimale Lichtaufnahme zur Entwicklung der wertvollen Chemlali Oliven. Heute bewähren sich erneut die Stärken des Chemlali Olivenbaums im biologischen Anbau.

Der traditioneller Olivenanbau in der modernen Zeit

Der Traditionelle Olivenanbau zeichnet sich durch weit verstreut stehende Bäume aus, die ohne chemische Hilfsmittel aber dafür mit hohem Arbeitsaufwand betrieben werden. Unter Berücksichtigung der Bodenressourcen und dem erforderlichen Platz für die optimale Entwicklung der Olivenbäume und deren Früchte, werden nach alter tunesischer Tradition höchstens 17 Chemlali Olivenbäume pro Hektar mit einem Abstand von etwa 24 m untereinander angebaut.

Um die Olivenbäume gezielt zu stärken, werden Mandelbäume im Olivenhain verteilt angepflanzt. Mandel- und Olivenbäume ergänzen sich hervorragend in der Beanspruchung des Bodens, Monokulturen werden vermieden und der natürliche Schutz gegenüber Plagen wird zusätzlich erhöht. Die Chemlali Oliven werden immer noch mühsam von Hand geerntet und die Olivenbäume werden mittels einer Handsäge nach der Ernte zugeschnitten. Für die natürliche Düngung der Chemlali Olivenbäume wird der Oliventrester, ein Abfallprodukt aus der Ölpressung bestehend aus zermahlenen Kernen und Fruchtfleisch, eingesetzt. Durch diese Art des nachhaltigen Olivenanbaus wird die Fruchtbarkeit des Bodens erhalten und eine drohende Bodenerosion, die zur Ausbreitung der Sahara führt, aufgehalten.

Traditioneller Olivenanbau und alte Olivensorte für ein wertvolles Olivenöl

Die Art des Olivenanbaus hat einen Einfluss auf den Gehalt sekundärer Pflanzenstoffe im Olivenöl. Der traditionelle Olivenanbau ist per se nur mit Olivensorten möglich, die eine natürlich Widerstandsfähigkeit haben, aber er fördert zusätzlich die Entwicklung der sekundären Pflanzenstoffe in den Oliven, da sie der Natur überlassen werden und sich schützen müssen. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen bleibt durch die Pressung im Olivenöl erhalten. Das Ergebnis ist ein gesundheitlich wertvolles Olivenöl.

Mehr als biologischer Anbau

Die traditionelle tunesische Anbaumethode geht weit über den biologischen Anbau hinaus. Es werden keine Pestizide oder sonstige Mittel zum Schutz der Ernte eingesetzt sowie auch keinerlei chemische Düngemittel, keine Motorsägen und keine Erntemaschinen verwendet. Jeder Arbeitsschritt wird sorgfältig und von Hand durchgeführt.

Diese nachhaltige Anbaumethode schont die Olivenbäume und die Umwelt, vermeidet jegliche Art von Belastung des Bodens und trägt dazu bei, das tunesische Ökosystem zu erhalten. Der schonende Umgang mit den Olivenbäumen spiegelt sich im hohen Alter der produktiven Olivenbäume wieder und garantiert die höchste Reinheit und Qualität des Perle Noire Olivenöls.